3.4 Wiedereingliederung nach krankheitsbedingtem Ausfall: Was sollten Führungskräfte beachten?

Es ist nicht schwer, ein Programm zur Wiedereingliederung aufzustellen. Einige Unternehmen nutzen Teile dieses Verfahrens bereits. Es ist jedoch wichtig, diese Programme korrekt auszuführen. Klare einheitliche Leitfäden müssen schriftlich festgelegt werden, um die Arbeitsplatzqualität zu gewährleisten.
Führungskräfte und die Verantwortlichen für Wiedereingliederungsprogramme sollten sorgfältig ausgewählt und geschult werden. Eine solche Schulung kann entweder online oder als klassischer Vortrag durchgeführt werden.
Das Online-Training sollte aus mehreren Teilen bestehen, die sich jeweils auf verschiedene Themen konzentrieren.

In Bezug auf Schulungen kann das Unternehmen regelmäßige Trainingsmodule anbieten, die den Führungskräften die notwendigen Fähigkeiten vermitteln, einen Arbeitnehmer wieder in das Arbeitsleben eingliedern zu können. Personal und Führungskräfte können je nach Bedarf auswählen, an welchen Modulen sie teilnehmen möchten.
Im unteren Kästchen sind die 4 häufigsten Schulungsmodule aufgeführt, die Führungskräften zur Verfügung gestellt werden sollten.
Um die Wirksamkeit von Schulungsinitiativen zu überwachen sollte eine jährliche Umfrage unter Führungs-kräften durchgeführt werden, um zu
beurteilen, ob sie die Schulung für effektiv halten oder ob Materialien zu wesentlichen Themen fehlen.

Material für das Online-Training

  • Web-Seminar zur Entwicklung von Strategien, Beziehungen und Organisationsstrukturen, die die Handhabung der Wiedereingliederung kranker Mitarbeiter zur Arbeit optimieren
  • Leitfäden zur Erstellung eines Wiedereingliederungsprogramms
  • Web-Seminar zur Durchführung von Interviews mit Mitarbeitern, die nach einem Krankheitsausfall wieder arbeiten gehen
  • Web-Seminar zur Begleitung des Wiedereingliederungsprozesses

Material für persönliches Training

  • Modul 1. Entwerfen von Aufgaben und Arbeitsaktivitäten, die in den Wiedereingliederungsprozess einbezogen werden sollen
  • Modul 2. Entwicklung von Wiedereingliederungswerkzeugen
  • Modul 3. Umsetzung einer positiven Wiedereingliederungskultur
  • Modul 4. Rolle von Vorgesetzten und Führungskräften im Wiedereingliederungsprozess

Bespiele von RTW-Strategien

Return-to-work-Programme umfassen „leichte“ oder alternative Jobs zur Wiedereingliederung von Mitarbeitern. Sie können beispielsweise weniger anstrengende oder stressige Teile des normalen Jobs des Mitarbeiters darstellen oder ihn langsamer arbeiten lassen. Sie können auch die weniger anstrengenden oder stressigen Teile mehrerer verschiedener Jobs kombinieren, um einen Vollzeitjob für den wiederkehrenden Mitarbeiter zu ermöglichen. Dies könnte anderen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, spezielle Projekte zu übernehmen oder Arbeiten nachzuholen, die ins Hintertreffen geraten sind.
Ein Vorgesetzter kann einem wiederkehrenden Mitarbeiter auch ein spezielles Projekt ohne eine enge Frist zuweisen.
Als weitere Alternative arbeiten einige Unternehmen mit lokalen gemeinnützigen Organisationen zusammen, um dem Mitarbeiter mit leichten Aufgaben zu beschäftigen und gleichzeitig einen bemerkenswerten Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten.

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