ARBEITNEHMER MIT NEUROLOGISCHEN ERKRANKUNGEN AM ARBEITSPLATZ 2/3

Neurological diseases involve any disorder that affects the central or peripheral nervous system, which is composed of the brain and spinal cord, and all the other nerves in the body.

Neurological diseases are common and can result in an extremely wide range of symptoms, depending on the specific disorder and, especially where the brain is concerned, on the specific areas involved.

Neurological conditions such as Parkinson’s disease, motor neuron disease, and epilepsy result from damage to the brain, spinal column or peripheral nerves. Some neurological conditions are life threatening, with many severely affecting an individual’s quality of life. It is not always easy coping with the pressures of work when a person is affected by a neurological condition, and many employers are unaware of the ways in which their condition

might affect their work.

There are over 600 types of neurological conditions, which are broadly categorized (according also to a recent report of NHS UK) into:

  • Sudden onset conditions (e.g. acquired brain injury or spinal cord injury),
  • Intermittent and unpredictable conditions (e.g. epilepsy, certain types of headache, or the early stages of multiple sclerosis),
  • Progressive conditions (e.g. motor neuron disease, Parkinson’s disease, or later stages of multiple sclerosis),
  • Stable neurological conditions (e.g. post-polio syndrome, or cerebral palsy in adults).

In this section, we describe three neurological conditions: migraine, multiple sclerosis and stroke that are very frequent in working age.

Fallbeispiel: Multiple Sklerose (MS)

Name : Mary
Alter : 28 Jahre
Job: Angestellte

Der Fall von Mary mit Multiple Sklerose

Mary has recently been diagnosed with multiple sclerosis. At times, Mary feels excessively tired and suffers from blurred vision in one eye.

Sometimes she gets tingling in some parts of the body; sometimes the numbness and the weakness involves her feet and Mary struggles to walk. Instead, there are long periods in which Mary is well and has no symptoms. Mary is right at the beginning of her working life and she is afraid that if she talks to her director about her disease, she would lose any chance of furthering her career in the company.

Multiple Sklerose (MS)

1 Worum handelt es sich?

Multiple Sklerose (MS) ist eine demyelinisierende neurodegenerative Erkrankung. Myelin ist eine Schutzhülle, die einige Nervenzellen umgibt, und damit essentiell für die normale Nervenfunktion. Bei Multipler Sklerose treten Schädigungen (Verlust des Myelins) und Läsionen in mehreren Bereichen des Zentralnervensystems auf (daher das „Multiple“ im Namen). Offenbar löst eine Reaktion des Immunsystems einen Angriff auf das Myelin aus. Die ersten Symptome können in jedem Alter auftreten, aber MS wird in der Regel im Alter von 20 bis 40 Jahren, also während der Haupt-Arbeitsphase, diagnostiziert. Es betrifft auch Kinder (sog. pädiatrische MS). Das MS-Prävalenzverhältnis von Frauen zu Männern ist in den letzten Jahrzehnten deutlich auf 3:1 gestiegen.

2 Symptome

Je nach Lage der Läsionen im Zentralnervensystem haben Menschen mit MS unterschiedliche Symptome. Die Häufigkeit der Symptome steigt in der Regel mit der Schwere und Dauer der Erkrankung an. Insbesondere zwei verschiedene Verlaufsformen sind möglich:

  • remittierend (Rückfälle)
  • andauernd

Jedoch ist es unmöglich vorherzusagen, wie jeder MS-Patient betroffen sein wird. Die meisten Menschen können viele Jahre ein relativ normales Leben führen.

Die häufigsten Symptome sind:

  • Müdigkeit und Schwäche (z.B. Erschöpfung, die als Anstrengung bei der Durchführung und Aufrecht-erhaltung von Routinetätigkeiten empfunden wird, Verlust der Muskelkraft)
  • Sehstörungen (z.B. verschwommenes oder doppeltes Sehen)
  • Mobilitätsprobleme (wie Stolpern beim Gehen, Gleichgewichtsstörungen, Gangstörungen oder Lähmungen)
  • Empfindlichkeitsstörungen (z.B. abnormes Empfinden oder starkes und anhaltendes Kribbeln, Taubheitsgefühl der Gliedmaßen oder Verlust der Berührungsempfindlichkeit, Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung von Hitze und Kälte).

3 Behandlung

Obwohl es keine endgültige Heilung für MS gibt, sind eine Reihe von Behandlungen möglich (krankheitsmodifizierende Therapien), die den Krankheitsverlauf ändern können. Diese Behandlungen reduzieren die Häufigkeit und Schwere der Rückfälle und die Auswirkungen der Symptome.
Die Haupttherapien für MS zielen auf:

  • Reduzierung der Anzahl der Rückfälle und deren Schwere und Dauer. Intravenöse Steroide werden häufig kurzfristig verschrieben, um einen Rückfall zu stoppen.
  • Verhinderung von Rückfällen und das Fortschreiten der Krankheit hindern oder verzögern.

Langzeittherapien, die sich auf das Immunsystem auswirken,
sind intravenös oder oral möglich (muss jedoch auf den
Einzelnen zugeschnitten sein).

4 Psychosoziale Probleme und Auswirkungen der Krankheit auf die Beschäftigung

MS hat keinen vorhersehbaren Verlauf und es kann jederzeit zu einem Rückfall kommen. Ohne die richtige Unterstützung können Betroffene Angstzustände und Depressionen entwickeln, die durch diese Unsicherheit verursacht werden. Besonders Depression kann als Nebenwirkung einiger MS-Behandlungen auftreten. Die Behandlung von psychischen Problemen muss Teil der Krankheitsbehandlung sein. Gutes Symptommanagement durch einen interdisziplinären Ansatz kann zur Verbesserung der Lebensqualität von MS-Patienten führen und ihnen ermöglichen, ihren beruflichen und persönlichen Ambitionen weiter nachzugehen.
Einige der Hindernisse für die Arbeitsfähigkeit sind: mangelnde Belastbarkeit, Schwankungen des Energieniveaus, Müdigkeit und das Vorliegen anderer gesundheitlicher Probleme. Andere sind einstellungsbedingt, wie Stigma, Mangel an Vertrauen, Negativität oder Angst gegenüber dem Arbeitgeber.

Um Arbeitnehmer mit Multipler Sklerose weiter zu beschäftigen und diesen bei der Arbeit oder bei der Wiederbeschäftigung zu helfen, können Arbeitgeber einige Maßnahmen veranlassen:

  • Unterstützung eines freien und offenen Kommunikationsaustausches zwischen Arbeitgeber und MSerkranktem Arbeitnehmer während des gesamten Prozesses: die Offenlegung einer Erkrankung wie MS ist keine Notwendigkeit, da es wichtig ist, die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen zu achten und anzuerkennen. Sie kann jedoch gefördert werden, wenn dies keine Auswirkungen auf den Erkrankten und andere Arbeitnehmer hat.
  • Klare Richtlinien zur Gesundheit und Krankheit am Arbeitsplatz und Wiederbeschäftigungs-Planung, Personal-Maßnahmen sind wichtig. Bei Rückfällen müssen Menschen mit MS möglicherweise unterschiedlich lange zu Hause bleiben. Gemeinsame Planung zusammen mit dem Arbeitnehmer, wie die Krankheitszeit zu bewältigen, ist sowie eine Richtlinie und Unterstützung zur Wiederbeschäftigung sind von wesentlicher Bedeutung.
  • Müdigkeit (ein Energiemangel, der nicht immer durch Schlaf gelindert wird) tritt bei bis zu 80% der MSPatienten auf und kann das Symptom von MS sein, das am hinderlichsten für die Arbeit ist. Einige Behandlungen und Therapien können als Nebenwirkung auch die Müdigkeit verstärken. Es gibt Strategien,wie flexible Arbeitszeiten und „Home office“, damit sich diese Müdigkeit
    nicht auf die Produktivität auswirkt. Vorkehrungen und angemessene Anpassungen wie barrierefreie Gebäude, sanitäre Einrichtungen und ausgewiesene Ruhebereiche für Mitarbeiter können ebenfalls helfen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

European Multiple Sclerosis Platform (EMSP) – www.emsp.org/

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